Während der Reise
- Informieren Sie sich über Stechmücken und weitere für Ihr Reiseziel relevante Insekten, und auch darüber, wann diese aktiv sind und zustechen bzw. zubeissen.
- Wenden Sie auf unbedeckter Haut Insektenschutzmittel (sogenannte Repellentien) gemäss den entsprechenden Produkthinweisen an.
- Verwenden Sie das Produkt entsprechend der Anweisungen mehrfach, um ausreichend Schutz zu gewährleisten.
- Tragen Sie lange Kleidung, Socken und Schuhe.
- Besprühen oder imprägnieren Sie Ihre Kleidung mit Insektiziden.
- Schlafen Sie unter einem imprägnierten Moskitonetz oder in einem Raum mit Klimaanlage.
- Die folgenden Methoden funktionieren NICHT: Essen von Knoblauch, Auftragen von Parfüm, Thiamin (Vitamin B1), Ultraschallgeräte, elektronische Mückenabwehr (Stromausfälle!), mobile Apps, Alkohol, Hefeextrakt.
Insect_and_Tick_Bite_Protection_Factsheet_Public_ECTM_DE.pdf
- Dieses Informationsblatt enthält wichtige Informationen zu verschiedenen Massnahmen zum Schutz vor Insektenstichen.
- Für eine optimale Reisevorbereitung empfehlen wir Ihnen, diese Informationen sorgfältig zu lesen und das Informationsblatt auf Ihre Reise mitzunehmen.
- Informieren Sie sich über Stechmücken und weitere für Ihr Reiseziel relevante Insekten, und auch darüber, wann diese aktiv sind und zustechen bzw. zubeissen.
- Wenden Sie auf unbedeckter Haut Insektenschutzmittel (sogenannte Repellentien) gemäß den entsprechenden Produkthinweisen an.
- Verwenden Sie das Produkt entsprechend der Anweisungen mehrfach, um ausreichend Schutz zu gewährleisten.
- Tragen Sie lange Kleidung, Socken und Schuhe.
- Besprühen oder imprägnieren Sie Ihre Kleidung mit Insektiziden.
- Schlafen Sie unter einem imprägnierten Moskitonetz oder in einem Raum mit Klimaanlage.
- Die folgenden Methoden funktionieren NICHT: Essen von Knoblauch, Auftragen von Parfüm, Thiamin (Vitamin B1), Ultraschallgeräte, elektronische Mückenabwehr (Stromausfälle!), mobile Apps, Alkohol, Hefeextrakt.
Wenn Sie auf Reisen gesund bleiben wollen, ist es wichtig, dass Sie sich gegen Insektenstiche und Zecken schützen. Vor allem Stechmücken übertragen oft Krankheiten wie Malaria, Dengue-Fieber, Gelbfieber und Zika-Fieber. Zecken können Borreliose (Lymekrankheit), FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis) oder das Afrikanische Zeckenbissfieber übertragen. Sandmücken übertragen Leishmaniose und Tsetsefliegen die Afrikanische Schlafkrankheit. Gegen einige dieser Krankheiten gibt es Impfungen oder die Möglichkeit der Chemoprophylaxe (vorbeugende Medikation). Bei vielen besteht der einzige mögliche Schutz jedoch darin, Insektenstiche bzw. -bisse zu verhindern. Krankheiten, die durch Stechmücken verursacht werden, sind in vielen tropischen Gegenden weit verbreitet. Da die verschiedenen Arten von Stechmücken zu verschiedenen Tages- (Aedes/Stegomyia) und/oder Nachtzeiten (Anopheles) aktiv sind, wird Reisenden empfohlen, rund um die Uhr für Schutz vor Mückenstichen zu sorgen. Die Hauptaspekte beim Mückenschutz sind:
- Verwendung von Insektenschutzmitteln (Repellentien): Dies sind Mittel, die auf die Haut aufgetragen werden, um Stechmücken und andere Insekten fernzuhalten oder abzuwehren. Sie wirken chemisch gegen Stoffe auf der menschlichen Haut, die Insekten normalerweise anlocken, und reduzieren so die Attraktivität des Reisenden für Mücken und Insekten. Die am meisten verwendeten Repellentien enthalten DEET (mindestens 20 – 30 %, maximal 50 %). Studien haben gezeigt, dass DEET von allen Personengruppen (inkl. Kleinkinder (älter als 2 Monate), Kindern und schwangeren Frauen) gut vertragen wird, wenn das Mittel gemäss der Produkthinweise angewendet wird. Andere empfohlene Insektenschutzmittel sind Icaridin, Eukalyptus-Citriodiol und IR3535. Die Insektenschutzmittel unterscheiden sich in ihrer Wirksamkeit und in der Dauer des Schutzes. Einige Produkte enthalten eine Kombination verschiedener Repellentien.
- Kleidung: Tragen Sie langärmelige Kleidung, Schuhe und Socken.
- Imprägnierung von Textilien (Kleidung, Moskitonetze) mit Insektiziden: Insektizide (wie z. B. Permethrin) sind Mittel, mit denen Insekten getötet oder „ausgeschaltet“ werden.
- Als Kombinationsstrategie wird empfohlen, sowohl Insektenschutzmittel (Repellentien) auf die Haut aufzutragen, als auch Textilen mit Insektiziden zu imprägnieren/einzusprühen.
- Insektizide können ausserdem im Raum verteilt werden, und zwar mit Hilfe von Sprays oder durch Geräte, die das Insektizid freisetzen. Brennbare Mückenspiralen sollten nur in Aussenbereichen verwendet werden.
- Aufenthalt in abgeschirmten und/oder klimatisierten Räumen mit geschlossenen Fenstern.
- Schlafen unter imprägnierten Moskitonetzen.
Die meisten Reisenden verwenden eine viel geringere Menge der Repellentien als für einen ausreichenden Schutz empfohlen wird, wodurch die Wirkung abnimmt. Bei der Anwendung von Insektenschutzmitteln tagsüber sollten Sie die Sonnencreme 15 Minuten vor dem Insektenschutzmittel aufgetragen. Es wird empfohlen, Sonnencreme mit einem Lichtschutzfaktor (LSF) von 30–50 zu verwenden, auch um die durch DEET verursachte Verringerung des Lichtschutzfaktors (LSF) zu kompensieren.
Die verschiedenen Repellentien (DEET, Icaridin, ätherische Öle wie Citriodiol) unterscheiden sich in ihrer Wirksamkeit gegen verschiedene Überträger; gegen Zecken wirken sie weniger gut. Den Schutz gegen Zecken können Sie um ein Vielfaches verbessern, indem Sie Ihre Kleidung imprägnieren und Ihre Socken über die Hosenbeine ziehen, um zu verhindern, dass Zecken an unbedeckte Hautstellen gelangen können.
Der Nutzen von Repellentien als Schutz vor Tsetsefliegen und Sandmücken ist zwar weniger gut dokumentiert, dennoch wird die Verwendung einer Kombination aus Repellentien und mit Insektiziden imprägnierter Kleidung empfohlen.
- Hasler T, Fehr J, Held U, Schlagenhauf P. Use of repellents by travellers: a randomized, quantitative analysis of applied dosage and an evaluation of Knowledge Attitudes and Practices. Travel Med Infect Dis 2019: 27-33. Frei zugänglich unter https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S1477893918303028?via%3Dihub
- ABC der durch Insekten übertragenen Infektionen, die für Reisende von Relevanz sind (siehe Bild unten)
- Mückenschutzmittel (Repellentien), die dieses Siegel tragen, wurden ausführlich vom Schweizerischen Tropen- und Public Health Institut (Basel) getestet und haben dabei bestimmte Anforderungen erfüllt. Ausserdem werden diese Produkte jährlich erneut getestet. Unabhängig der Informationen auf der Produktverpackung, haben sich Produkte mit diesem Qualitätssiegel im Labortest für eine Dauer von mindestens 4 Stunden als sehr gut im Schutz gegen Stechmücken erwiesen. In der Schweiz sind folgende Produkte mit unserem Garantiezeichen erhältlich:
| Anti Brumm Classic (20% Icaridin) | Anti Brumm Night (20% Icaridin) |
| Anti Brumm Forte (28% DEET) | Nobite Extreme (30% DEET und 20% Icaridin) |
| Anti Brumm Kids (20% Icaridin) | KIK Activ (20% DEET) |
| Anti Brumm Naturel (31% Citriodiol) | SENSOLAR ZeroBite (20% Icaridin) |
Einige Ratschläge zur Erhöhung Ihrer Sicherheit auf Reisen
Informieren Sie sich vor Ihrer Abreise über die politische, wirtschaftliche und kulturelle Lage:
- Konsulat im Reiseland, Internet-Sites mit Reiseempfehlungen, z.B. des eidgenössischen Departments für auswärtige Angelegenheiten: www.eda.admin.ch.
Meiden Sie Reisen in Gegenden, von denen abgeraten wird.
Suchen Sie gewisse Adressen vor Ihrer Abreise heraus:
- Übernachtungsort nach Ihrer Ankunft,
- Adressen von Kontaktpersonen oder eines lokalen Vertreters Ihrer Reiseagentur,
- gute Kliniken und Spitäler.
Informieren Sie Ihre Angehörigen über Ihre Reiseroute, mit Angabe von Telefonnummern, unter denen man Sie erreichen kann. Im Falle längerer Reisen wird empfohlen, mit Angehörigen in Kontakt zu bleiben und sie mit im Voraus festgelegten Telefonanrufen regelmässig über den Verlauf der Reise und eventuelle Änderungen zu informieren.
Mobiltelefon: Erkundigen Sie sich über Miet- oder Benutzungsmöglichkeiten Ihres Mobiltelefons vor Ort (hilfreich in Notfällen).
Führen Sie eine Fotokopie Ihres Flugtickets und Ihres Passes mit: äusserst nützlich, falls das Original verloren geht.
Tragen Sie eine Kopie der Adressen Ihrer Angehörigen bei sich: (Telefonnr., Adressen, Email, Fax, etc.), sowie eine Kopie Ihrer Krankenkasse, Ihrer Reise-/Repatriierungsversicherung, Ihrer Bank, Ihrer Kreditkartenzentrale, etc.
Geld: Führen Sie nie viel Bargeld mit und verwenden Sie keine "grossen Noten". Führen Sie stets etwas Geld in der Währung des Reiselandes mit, um nicht eine Wechselstube suchen zu müssen, die eventuell geschlossen ist. Wechseln Sie nach Ihrer Ankunft Ihr Geld entweder am Flughafen oder in offiziellen Wechselstuben, auf keinen Fall bei Privatpersonen.
Transporte: Benutzen Sie öffentliche Verkehrsmittel (Bus, offizielle Taxis) oder lassen Sie sich von Bekannten (Familie, Freunde) vor Ort herumfahren. Erkundigen Sie sich im Hotel über offizielle Taxis. Verriegeln Sie im Auto die Türen (vor allem bei roten Ampeln oder beim Anhalten wichtig). Vermeiden Sie nächtliche Fahrten in Reisezielen, in denen die Verkehrssicherheit oder die persönliche Sicherheit als unzureichend gilt.
Reisen Sie nicht allein: Wenn Sie allein reisen, treffen Sie zusätzliche Sicherheitsvorkehrungen und meiden Sie abgelegene oder risikoreiche Gebiete, insbesondere nach Einbruch der Dunkelheit. Manche Reisende, darunter Frauen, ältere Menschen und Menschen mit Behinderungen, können besonderen Sicherheitsrisiken ausgesetzt sein und sollten ihre Reise entsprechend planen.
Besondere Vorsicht ist in Flughäfen und allen Menschenmengen empfohlen (Bahnhöfe, Diskotheken, religiöse Stätten, etc.), wo Sie als Ausländer zur Zielscheibe werden könnten.
Verhalten Sie sich diskret und respektieren Sie örtliche Sitten: Es bestehen beträchtliche kulturelle und religiöse Unterschiede zwischen dem Westen und den Ländern Asiens, des Mittleren Ostens oder Afrikas. Verhalten, das zuhause als akzeptabel gilt, kann in einem anderen Land als schockierend empfunden oder gar strafrechtlich geahndet werden.
Informieren Sie sich über örtliche Bräuche, damit Ihre Reise so reibungslos als möglich verläuft, ohne die Landeseinwohner vor den Kopf zu stossen oder ihren Zorn zu erregen. Es ist besonders wichtig, sich über religiöse Feiertage zu informieren (Ramadan, jüdische Feiern, Fastenzeit, etc.), die bestimmte Verhaltensregeln erfordern, gegen die Sie unwissentlich verstossen könnten. Mit diskretem Verhalten kann manch ein Problem vermieden werden.
Alkohol und Tabak: Führen Sie weder Alkohol, Tabak noch Drogen mit sich und konsumieren Sie diese nicht in Ländern , in denen dies verboten ist. Von öffentlichem Rauchen und Trinken ist in islamischen Ländern während dem Ramadan abzusehen (vermeiden Sie es ausserdem, während derselben Zeitperiode unter Tag in der Öffentlichkeit zu essen).
Aussereheliche Beziehungen: In einigen Ländern sind gleichgeschlechtliche Beziehungen oder sexuelle Beziehungen ausserhalb der Ehe eingeschränkt oder strafbar. Informieren Sie sich vor der Reise über die geltenden Gesetze.
Korruption: In einigen Ländern werden Reisende möglicherweise zu inoffiziellen Zahlungen aufgefordert. Bleiben Sie höflich, wahren Sie Ihre Interessen und bieten Sie keine Bestechungsgelder an, da Bestechung nach Schweizer Recht strafbar ist.
Kleidung: Richten Sie sich nach örtlichen Regeln und Bräuchen. Meiden Sie aufreizende Kleidung und herausforderndes Verhalten. Wenn Sie mit dem Grundsatz "Wie ein Chamäleon" reisen, fallen Sie als Tourist weniger auf und lenken weniger Aufmerksamkeit (und Probleme) auf sich. Meiden Sie jegliche äusseren Anzeichen von Wohlstand (wertvoller Schmuck, Markenkleidung und -taschen, über die Schulter gehängte Fotoapparate und Videokameras).
Handtasche: Nehmen Sie möglichst wenige Wertsachen mit, führen Sie jedoch stets etwas Bargeld oder eine Kreditkarte in einer körpernah getragenen Tasche mit. Bewahren Sie Ihren Reisepass sicher auf und tragen Sie nach Möglichkeit nur eine Kopie bei sich. Stellen Sie sicher, dass elektronische Reisedokumente auf Ihrem Mobiltelefon oder in einem Cloud-Speicher abrufbar sind. Nutzen Sie, sofern vorhanden, den Hotelsafe für Wertsachen. Bedenken Sie jedoch, dass keine Aufbewahrungsmethode vollständig risikofrei ist.
Fotos: Bitten Sie um Erlaubnis, bevor Sie eine Person fotografieren. In gewissen Ländern ist es verboten, Vertreter der Landesbehörden (Polizei, Armee, Wächter, Miliz), sowie offizielle Gebäude oder Anlagen zu fotografieren, denen eine strategische Bedeutung beigemessen werden kann (Brücken, Bahnhöfe, Banken, etc.)
Halten Sie sich während der ganzen Reise auf dem Laufenden: Die Entwicklung politischer, wirtschaftlicher und religiöser Spannungen kann Risiken in einem Land rasch beeinflussen. Informieren Sie sich in den Medien über Ereignisse vor und während Ihrer Reise.
Unterkunft: Treffen Sie Vorkehrungen, um Einbrüche zu vermeiden. Verriegeln Sie möglichst alle Türen und Fenster.
Überfälle: Wenn man Geld von Ihnen verlangt, geben Sie es widerstandslos her. Materielle Schäden sind Körperverletzungen vorzuziehen.
Andere Risiken: Lassen Sie auch mit Strassenverkehr (siehe unter Autoreisen), Naturkatastrophen und lokaler Kriminalität verbundene Risiken nicht ausser Acht.
- Weltweit stirbt alle 30–90 Sekunden ein Mensch bei einem Verkehrsunfall.
- Über 90 % der Todesfälle ereignen sich in Asien, Afrika und Lateinamerika.
- Das Risiko, auf Reisen durch einen Verkehrsunfall schwer verletzt oder getötet zu werden, ist bis zu 100-mal höher als in der Schweiz.
- Besonders gefährdet: Fussgänger, Zweiradfahrer sowie Passagiere überfüllter Fahrzeuge.
- Zweiräder allgemein (Motorrad, Mofa, Fahrrad)
- Nachtfahrten (ausserhalb gut beleuchteter Orte ein „no-go“)
- Alkohol- oder Drogeneinfluss, Übermüdung
- Sammeltaxis (z. B. Tuk-Tuk, Matatu, Daladala, Colectivos)
- Reisen in Langstrecken- und v.a. Nacht-Bussen sowie Lastwagen
- Schlechter Strasseninfrastruktur & Linksverkehr
Warum? In vielen Reiseländern sind:
- Fahrzeuge schlecht gewartet
- Verkehrsregeln wenig durchgesetzt
- Strassen unbeleuchtet und unübersichtlich
- Medizinische Versorgung begrenzt
In Afrika sind Verkehrsunfälle die häufigste Todesursache bei Touristen. In Asien und Lateinamerika sind besonders Motorradfahrer und Fussgänger betroffen.
- Primär bei Tageslicht fahren, Nachtfahrten meiden
- Tragen Sie immer einen Motorrad- oder Fahrradhelm (ob vorgeschrieben oder nicht, ggf. von zu Hause mitnehmen!)
- Immer anschnallen, Licht auch tagsüber einschalten
- Alkohol & Drogen strikt meiden
- Nicht auf der Ladefläche von Lastwagen oder Pick-ups mitfahren
- Überfüllte Busse und riskante Sammeltaxis (z. B. Tuk-Tuk, Matatu, Peseros) meiden
- Grösstmögliche Vorsicht bei Linksverkehr: «Schau rechts, dann links, und gleich nochmal!»
1. Sicherheit: Eigene Sicherheit prüfen, Unfallstelle absichern
2. Erste Hilfe leisten
- Prüfen, ob jemand verletzt ist → Bewusstsein, Atmung, Puls kontrollieren, ggf. lebensrettende Massnahmen (stabile Seitenlage, Atemwege sichern, etc.)
- Blutungen stoppen
- Keine unnötigen Bewegungen bei Verdacht auf Rücken- oder Kopfverletzungen
3. Notruf & Hilfe
- Lokalen Notruf wählen
- Hotel, Reiseleitung oder Versicherung informieren
4. Dokumentation
- Polizeirapport verlangen (wichtig für Versicherung)
- Unfallort, Datum, Beteiligte und Fotos dokumentieren
- Unfall bei der Auslandskrankenversicherung melden
- Versicherungsschutz vor der Reise prüfen
- Auslanddeckung & Rücktransport klären
- Versicherungskarte & Notfallnummer mitführen
- Achtung: Öffentliche Spitäler im Ausland oft teuer oder unzureichend
Allgemein:
- Halten Sie Abstand zu streunenden Hunden, Katzen, Affen und anderen Tieren in tropischen Ländern.
- Sie können Krankheiten wie Tollwut übertragen.
- Vermeiden Sie Kontakt mit fremden, kranken oder toten Tieren.
Wenn es doch zu einem Kontakt kommt:
- Wunde sofort gründlich mit Wasser und Seife reinigen.
- Desinfizieren und umgehend einen Arzt aufsuchen (siehe Tollwut Factsheet).
Haustiere aus dem Urlaub:
- Tiere sind keine Souvenirs – sie können Krankheiten übertragen.
- Beachten Sie Import- und Exportbestimmungen.
- Lassen Sie mitgebrachte Tiere beim Tierarzt untersuchen und impfen, unter Angabe der Herkunft.
Schutz vor giftigen Tieren:
Unfälle mit Gifttieren sind eher selten und lassen sich mit einer gewissen Umsicht vermeiden.
- Schlangen: Feste Schuhe tragen, kräftig auftreten, aufmerksam greifen oder setzen, nachts Taschenlampe nutzen. Nur Ärzte dürfen Gegengift verabreichen.
- Skorpione, Spinnen, Hundertfüßler: Kleidung nicht auf den Boden legen, Schuhe vor dem Anziehen ausschütteln.
- Insektengifte: Bei Allergien Notfallmedikament vom Arzt verschreiben lassen und immer dabeihaben.
Über weitere Vorsichtsmassnahmen und erste Hilfe bei Unfällen mit Gifttieren kann Sie das Schweizerische Tropeninstitut informieren: www.swisstph.ch
(Aeschenplatz 2, 4052 Basel; Tel +41 (0) 61 284 81 11)
Achten sie auf persönliche Hygiene und seien Sie insbesondere in ungewohnten Verhältnissen beim Essen und Trinken eher zurückhaltend. Aufgepasst bei mangelhaften Hygieneverhältnissen. Viele Magen-Darm-Infektionen werden durch verunreinigte Lebensmittel, verunreinigtes Wasser und ungewaschene Hände übertragen.
- Vor dem Essen: Händewaschen nicht vergessen!
- Spielen Sie nach der klassischen Regel "boil it, cook it, peel it, or forget it" (siede, koche, schäle oder lass es bleiben). Mit Kotresten verunreinigte Speisen oder Getränke sind Hauptursache für Durchfallerkrankungen, die meist genannte Gesundheitsstörung von Auslandreisenden; 20 bis 50% stecken sich in Entwicklungsländern damit an.
- Zusätzlich gilt: gut gekocht, mit einer Temperatur von 60° kochend heiss serviert und schnell verzehrt! Stehen Speisen länger herum, können z.B. Fliegen Krankheitserreger schnell wieder einschleusen. Wurden Sie selber zum Opfer einer Durchfallerkrankung, dann bereiten Sie in der Zeit keine Speisen oder Getränke für andere Personen zu!
- Sauberes Wasser bekommt man schnell und einfach durch bestimmte Wasserentkeimungspräparate, spezielle Wasserfilter mit Keramik oder mindestens 1 Minute lang aufkochen (ab einer Höhe von 2.000 m mindestens 3 Minuten).
Darauf verzichten Sie am besten:
- Nicht oder unvollständig gekochte Speisen, wie Meeresfrüchte (insbesondere Austern), Fische und Fleisch (Beefsteak Tartar)
- Salate und rohe Gemüse
- Früchte, die Sie nicht selber geschält haben (Vermeiden Sie Obst mit beschädigter Schale).
- Milch und Milchprodukte
- Speiseeis und Puddings
- Kalte Buffets
- Leitungswasser als Trinkwasser, Eiswürfeln oder zum Zähneputzen (in der Regel unbedenklich sind Wasser oder Soft-Drinks aus versiegelten Flaschen, frisch zubereiteter Tee oder Kaffee, gefiltertes und abgekochtes Wasser, Bier und Wein)
- Trocknen Sie Ihre Hände nach dem Waschen mit einem sauberen Handtuch oder lassen Sie sie an der Luft trocknen.
Zu beachten
Die Menge der UV-Strahlung der Sonne (UVA, UVB), die uns erreicht, hängt von der Tageszeit, dem Breitengrad und der Höhe über dem Meeresspiegel ab. Sie nimmt durch Reflexion (Wasseroberfläche, Sand sowie Schnee/Eis) zu und kann sogar bei bewölktem Himmel eine Rolle spielen. In den Tropen ist die UV-Belastung aufgrund des Breitengrads im Allgemeinen höher.
Schädliche Auswirkungen der UV-Belastung können akut (Sonnenbrand, phototoxische Arzneimittelreaktionen, lichtempfindliche Erkrankungen) und verzögert (vorzeitige Hautalterung, Hautkrebs) auftreten, einschliesslich Augenschäden. Besonders gefährdet sind Kinder und Babys, Menschen mit hellem Hauttyp, genetischer Veranlagung und Immunsuppression.
Kurzfristige Auswirkungen
- Sonnenbrand: Entzündliche Reaktion auf übermässige UV-Strahlung. Rötung, Schwellung, Schmerzen und Blasenbildung auf der Haut (Verbrennungen zweiten Grades).
- Hitzschlag: Beeinträchtigt die Fähigkeit des Körpers, sich auf normale Temperatur abzukühlen. Systemische Symptome (Kopfschmerzen, Fieber, Übelkeit, Erbrechen, Muskelschmerzen). Siehe auch Merkblatt «Hitzebedingte Erkrankungen».
- Sonnenallergie: Juckende Pickel 24 bis 48 Stunden nach der Sonnenexposition.
Sonnenbedingte Hautveränderungen können durch das Auftragen von – oder den Kontakt mit – natürlichen oder chemischen Substanzen auf der Haut (z. B. Zitronenöl, bestimmte Pflanzen) oder durch Medikamente, einschliesslich Antibiotika (z. B. Doxycyclin), verstärkt oder ausgelöst werden.
Vorbeugung
- Vermeiden Sie direkte Sonneneinstrahlung während der Spitzenzeiten (10.00 - 16.00 Uhr).
- Tragen Sie langärmelige Hemden und Hosen, vorzugsweise mit UV-Schutz (UPF), sowie Hüte mit Krempe (die Hals und Ohren bedecken, SPF).
- Tragen Sie eine Sonnenbrille mit UV-Schutz.
- Tragen Sie eine Breitband-Sonnencreme (UVA+UVB) mit LSF ≥30 15 - 30 Minuten vor dem Sonnenbad in ausreichender Menge auf. Tragen Sie die Creme alle 2 Stunden sowie nach dem Schwitzen oder Schwimmen erneut auf (auch wenn sie als «wasserfest» gekennzeichnet ist) – Sonnencremes sind weder wasserfest noch schweisresistent. Bevorzugen Sie «riffverträgliche» Produkte (ohne Oxybenzon und Octinoxat), um Auswirkungen auf die Umwelt zu vermeiden.
- Selbstbräunungsprodukte und das Bräunen vor der Reise werden nicht empfohlen. Sie bieten keinen oder nur minimalen Sonnenschutz und können sogar schädlich sein.
Behandlung
- Sonnenbrand: Ausreichend Flüssigkeit zu sich nehmen, sich an einem kühlen Ort ausruhen, weitere Sonneneinstrahlung vermeiden. Kühle Kompressen oder Bäder, Calamin-Lotion, Diclofenac-Gel sowie orale Schmerzmittel (Paracetamol, Aspirin, NSAIDs) anwenden. Aufgeplatzte Blasen vorsichtig mit milder Seife und Wasser reinigen und mit sterilen Verbänden abdecken; intakte Blasen nicht absichtlich aufstechen.
- Schwerer Sonnenbrand und hitzebedingte Symptome: Erfordern möglicherweise einen Spitalaufenthalt zur Flüssigkeitszufuhr, Schmerzlinderung und Behandlung der Verbrennungen. Siehe Merkblatt «Hitzebedingte Erkrankungen».
Zu beachten
Bei Hitze muss Ihr Körper in der Lage sein, seine Temperatur durch Kühlung im normalen Bereich zu halten. Einer dieser Kühlmechanismen ist das Schwitzen.
Auf Reisen ist Ihr Körper oft extremen Wetterbedingungen ausgesetzt, an die er nicht gewöhnt ist. Wenn die Temperatur steigt, arbeitet Ihr Körper auf Hochtouren, um seine Kerntemperatur stabil zu halten: Ihr Herz pumpt stärker, um warmes Blut an die Haut zu befördern, und Ihre Haut produziert Schweiss, um Sie abzukühlen. Bei Temperaturen über 35 °C und sehr hoher Luftfeuchtigkeit funktioniert das Schwitzen jedoch nicht mehr effektiv. Wenn Ihr Körper die Wärme nicht abgeben kann, besteht die Gefahr einer Hitzeerschöpfung oder eines Hitzschlags. Dies kann sich schleichend einstellen, stellt jedoch einen medizinischen Notfall dar, der unbehandelt zu Schock, Multiorganversagen und zum Tod führen kann.
Faktoren, die die Kühlleistung beeinträchtigen
- Unzureichende Gewöhnung an hohe Temperaturen und Luftfeuchtigkeit.
- Dehydrierung und Verlust von Salz/Elektrolyten durch übermässiges Schwitzen, Fieber oder Durchfall.
- Einnahme von Drogen und Alkohol (Risiko, die Warnzeichen von Hitzestress zu übersehen).
- Erhöhte körperliche Aktivität führt zu einem Anstieg der Körpertemperatur.
Wer ist gefährdet?
Grundsätzlich jeder, auch junge und gesunde Menschen! Besonders gefährdete Personen:
- Säuglinge, Kinder und ältere Menschen.
- Menschen mit Adipositas, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes, Nierenerkrankungen sowie Personen, die bestimmte verschreibungspflichtige Medikamente einnehmen.
Typische Anzeichen
- Leichte und frühe Anzeichen: Durst und Mundtrockenheit, dunkler Urin, Hitzeausschlag („Prickly Heat“), Schwellungen an Händen und Füssen.
- Hitzeschlag: Muskelkrämpfe, Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit oder Durchfall.
- Schwerer Hitzschlag: Hohe Körpertemperatur (>40 °C), Verwirrtheit, Bewusstseinsstörungen, Ohnmacht.
Vorbeugung und Behandlung: Abkühlung und Flüssigkeitszufuhr
- Geben Sie Ihrem Körper Zeit, sich an die Hitze anzupassen. Vermeiden Sie Sonneneinstrahlung und Sport im Freien während der Spitzenzeiten (11:00 bis 16:00 Uhr). Wenn Sie noch keine Erfahrung mit Sport bei Hitze haben, fangen Sie langsam an.
- Tragen Sie lockere, leichte und helle Kleidung. Schützen Sie sich mit einem breitkrempigen Hut und Sonnencreme.
- Trinken Sie reichlich Flüssigkeit. Verzichten Sie auf Alkohol und warme, schwere Mahlzeiten. Essen Sie salzige Snacks und trinken Sie isotonische Sportgetränke.
- Führen Sie zusätzliche Flüssigkeit und Mineralstoffe zu, wenn Sie Fieber, Durchfall oder Erbrechen haben.
- Lassen Sie sich vor der Reise von Ihrem Arzt bezüglich Flüssigkeitszufuhr und Anpassung Ihrer Medikamente beraten, wenn Sie an Diabetes, Bluthochdruck oder einer chronischen Erkrankung leiden oder eine salzarme Diät einhalten müssen.
- Lassen Sie Kinder oder Haustiere unter keinen Umständen in einem geparkten Auto zurück.
- Behandlung: Bringen Sie die betroffene Person sofort in den Schatten oder in einen kühlen Raum. Lassen Sie sie in Rückenlage liegen und sich ausruhen. Geben Sie ihr Wasser und ersetzen Sie verlorene Salze oder Elektrolyte. Entfernen Sie überflüssige Kleidung. Fächeln Sie der Person Luft zu. Legen Sie kühle, feuchte Handtücher oder Eisbeutel auf. Massieren Sie die Haut oder legen Sie die Person in kühles Wasser.
Barfusslaufen birgt die Gefahr von Verletzungen und Infektionen. Mit geschlossenen Schuhen und Sandalen für den Strand lassen Sie den Tierchen, aber auch Glasscherben und Nägeln keine Chance.
- Parasiten (wie Sandflöhe oder Larven von Würmern) können durch die intakte Haut in den Körper eindringen.
- Giftige Tiere können einem schmerzhafte und gefährliche Verletzungen beibringen.
- Zum Sonnenbad legen Sie sich auf einen Liegestuhl, eine Bastmatte oder ein Badetuch, aber besser nicht auf den blossen Boden.
So können Sie das Risiko für sexuell übertragbare Infektionen (STI), einschliesslich HIV, verringern – besonders bei sexuellen Kontakten mit einer neuen Partnerin /einem neuen Partner:
- Befolgen Sie die Safer-Sex-Empfehlungen von Love Life.
- Achten Sie darauf, dass Ihre Impfungen aktuell sind. Je nach individuellem Risiko können Impfungen gegen Hepatitis B, HPV, Mpox und Hepatitis A sinnvoll sein.
- Verwenden Sie Kondome bei allen Arten von Sex, einschliesslich Vaginal-, Anal- und Oralverkehr, konsequent und korrekt. Nehmen Sie genügend qualitativ hochwertige Kondome im Handgepäck mit, da diese am Reiseziel nicht immer erhältlich sind oder nicht den Qualitätsstandards entsprechen.
- Einige STI können auch beim Oralsex oder durch die gemeinsame Nutzung von Sexspielzeug übertragen werden. Benutzen Sie Sexspielzeug möglichst nicht gemeinsam. Falls dies nicht vermeidbar ist, reinigen und desinfizieren Sie es zwischen den Anwendungen.
- Nach einem möglichen Kontakt mit HIV suchen Sie so schnell wie möglich eine Ärztin oder einen Arzt auf. Dort kann abgeklärt werden, ob eine HIV-Postexpositionsprophylaxe (PEP) sinnvoll ist. PEP wirkt am besten, wenn sie möglichst früh begonnen wird – idealerweise innerhalb weniger Stunden und spätestens innerhalb von 48 Stunden nach dem Risikokontakt.
- Alkohol und andere Drogen können die Urteilsfähigkeit beeinträchtigen und das Risiko für unsicheres Sexualverhalten erhöhen.
- Viele STI verursachen keine Symptome, können aber trotzdem übertragen werden. Lassen Sie sich nach einem Risikokontakt oder vor einem Partnerwechsel testen.
- Bei Symptomen wie Ausfluss, Brennen beim Wasserlassen, Geschwüren oder Bläschen im Genitalbereich, Hautausschlag, Schmerzen im Unterbauch oder Schmerzen beim Geschlechtsverkehr sollten Sie möglichst bald ärztliche Hilfe aufsuchen.
- Falls bei Ihnen eine STI diagnostiziert wird, informieren Sie bitte Ihre Sexualpartnerinnen oder Sexualpartner, mit denen Sie seit Ihrem letzten negativen Test sexuellen Kontakt hatten. So können sie sich ebenfalls testen und bei Bedarf behandeln lassen und eine weitere Ausbreitung verhindern.
Zusätzliche Tipps:
- Achten Sie darauf, dass bei medizinischen Verfahren, Akupunktur, Tattoos und Piercings nur sterile Einwegmaterialien verwendet werden.
- Benutzen Sie keine Rasierer oder Zahnbürsten anderer Personen.
Weitere Informationen:
Es ist wichtig, sich über die Luftverschmutzung zu informieren, wenn Sie unterwegs sind, insbesondere wenn Sie an einer chronischen Herz- oder Lungenerkrankung (Asthma, Emphysem, obstruktive Erkrankungen) leiden oder mit Kindern reisen. Selbst gesunde Erwachsene können von sehr hoher Luftverschmutzung betroffen sein. Die Grösse der Städte, das Klima, die Jahreszeit, die Windverhältnisse und die Tageszeit können dabei eine Rolle spielen. An Tagen mit sehr hoher Luftverschmutzung sollten Sie möglichst drinnen bleiben und Ihre körperliche Aktivität reduzieren. Vergessen Sie nicht, Ihre üblichen Medikamente einzunehmen (Asthmatiker: Tragen Sie Ihren Bronchodilatator immer bei sich!). Suchen Sie unverzüglich einen Arzt auf, wenn sich Ihr Gesundheitszustand verschlechtert oder neue Symptome auftreten. Sie sollten erwägen, bestimmte Reiseziele während der kritischen Jahreszeiten zu meiden.
Hauptursachen für Luftverschmutzung
Luftverschmutzung betrifft alle Länder, sowohl Industrie- als auch Entwicklungsländer. Eine Vielzahl von Molekülen, die durch den Strassenverkehr, die Verbrennung (Brennholz, Kohle), die Industrie und die Landwirtschaft entstehen, sind in der Luft vorhanden und können gesundheitsschädlich sein: Feinstaub, Kohlenmonoxid, Ozon, Stickstoffdioxid, Schwefeldioxid, Chemikalien, radioaktive Partikel, flüchtige organische Verbindungen (Benzol, Halogene) und Schwermetalle.
Auswirkungen auf die Gesundheit
Die WHO schätzt, dass die Luftverschmutzung in städtischen Gebieten weltweit jährlich für 2 Millionen Todesfälle verantwortlich ist. Das grösste Risiko geht von Feinstaub und Ozon aus. Luftverschmutzung kann Herz-Kreislauf- und Atemwegserkrankungen (Asthma, akute oder chronische Bronchitis, Bronchiolitis usw.) verursachen oder verschlimmern und zu Krebserkrankungen führen (chronische Exposition). Kinder sind besonders empfindlich. Neben der Lunge und dem Herzen können verschiedene Schadstoffe auch das Blut, das Nervensystem und die Nieren beeinträchtigen.
Symptome
Die Reaktionen auf Luftverschmutzung sind von Person zu Person unterschiedlich. Häufige Symptome sind brennende Augen oder Hals, Husten, Engegefühl in der Brust, Atembeschwerden, pfeifendes Atmen (Asthmaanfall), Auswurf und Müdigkeit.
Einfluss von Wetter und Tageszeit
Je nach Wetterbedingungen (Wind verteilt die Schadstoffe und verringert ihre Konzentration) und Tageszeit (Stosszeiten) sind starke Schwankungen der Schadstoffkonzentrationen in der Luft zu beobachten. Die Ozonbildung nimmt bei starker Sonneneinstrahlung in sehr heissen, windstillen Sommern (Smog) und im Winter bei Winternebel, der die Luft stagnieren lässt (die Verschmutzung sammelt sich unter den Wolken aufgrund eines Temperaturumkehrphänomens), zu.
Vorbeugung: Verringerung der Exposition
- Herz- und Atemwegserkrankungen, Kinder: Schränken Sie Ihre Aktivitäten im Freien ein, wenn die täglichen Konzentrationen mässig bis hoch sind.
- Sehr hohe Konzentration: Selbst gesunde Erwachsene sollten sich in Innenräumen aufhalten.
- Vermeiden Sie es, bei Spitzenwerten der Luftverschmutzung nach draussen zu gehen, und schränken Sie körperliche Anstrengungen ein.
- Nehmen Sie ein Taxi; schliessen Sie im Auto die Fenster und nutzen Sie die Umluftfunktion (Klimaanlage).
- Sommersmog: Schränken Sie Ihre körperlichen Aktivitäten im Freien am Nachmittag ein (treiben Sie lieber früh morgens oder nach Sonnenuntergang Sport), während im Winter, solange keine Temperaturinversion vorliegt, die Ozonwerte bereits morgens hoch sind.
- Vermeiden Sie Spaziergänge/Radtouren entlang stark befahrener Strassen, bevorzugen Sie Grünflächen und Fussgängerzonen.
- Chronische Erkrankungen: Nehmen Sie Ihre üblichen Medikamente ein (vergessen Sie nicht, diese in Ihrem Gepäck mitzuführen).
- Asthmatiker: Tragen Sie Ihren Bronchodilatator immer bei sich!
- Das Tragen einer Maske ist bei heissem Wetter wenig wirksam und unangenehm.
Schadstoffmessungen und Grenzwerte
Verschiedene Länder messen unterschiedliche Schadstoffe und verwenden nicht alle die gleichen Indizes. Die Konzentration von sehr schädlichen Feinstaubpartikeln vom Typ PM10 (mit einem Durchmesser von weniger als 10 µm) und PM 2,5 (mit einem Durchmesser von weniger als 2,5 µm) ist ein wichtiger Indikator für die Luftverschmutzung in städtischen Gebieten in Bezug auf die Gesundheit.
Gemäss den Richtlinien der WHO (2021) sind folgende Werte nicht zu überschreiten:
- Schwebstaub: PM2,5: 15 µg/m3 im 24-Stunden-Durchschnitt (und 5 µg/m3 im Jahresdurchschnitt).
- PM10: 45 µg/m3 im 24-Stunden-Durchschnitt (und 15 µg/m3 im Jahresdurchschnitt).
- Ozon (O3): 100 µg/m3 im 8-Stunden-Durchschnitt
Luftverschmutzung nach Regionen:
European Environment Agency: Europäische Website zum Luftqualitätsindex
PREVAIR.org: Vorhersagen und Karten zur Luftqualität für Europa und die ganze Welt
AIRNow: Der Luftqualitätsindex für die USA und die ganze Welt
Für weitere Informationen
Weltgesundheitsorganisation: „Global air quality guidelines”
Sporttauchen verbindet Naturerlebnis und sportliche Leistung, man benötigt aber auch Selbstverantwortung und Teamfähigkeit. Erfahrung und körperliche Fitness sind wesentliche Faktoren für einen erfolgreichen, risikoarmen Tauchgang. Die überwiegende Anzahl von Tauchunfällen ist durch Fehlverhalten des Tauchers verursacht. Das Befolgen der Sicherheitshinweise und eine vernünftige Einschätzung der eigenen Fähigkeiten und Grenzen vermindern jedoch das Risiko dieses Sports wesentlich und machen ihn zum Freizeitvergnügen eines breiten Publikums.
Vor der Reise
Fitness ist eine Voraussetzung
Krankheiten oder Einschränkungen der körperlichen Leistungsfähigkeit, die an Land vielleicht keine Probleme verursachen, können unter Wasser fatale Auswirkungen haben. Lassen Sie Ihren Gesundheitszustand durch Ihren Arzt überprüfen und klären Sie gesundheitliche Probleme in jedem Fall vor den Tauchferien ab. Besprechen Sie auch mit Ihrem Arzt ob eine eventuelle Dauermedikation oder gelegentliche Medikamenteneinnahme mit dem Tauchen vereinbar ist.
Kontraindikationen für das Tauchen
- Schwangerschaft
- Einschränkungen der körperlichen Leistungsfähigkeit: Starkes Übergewicht, Herz- oder andere Krankheiten
- Kinder vor dem 14. Lebensjahr
- Lungenkrankheiten (wie Belastungsasthma, Emphysem, Fibrose, spontaner Pneumothorax in der Vorgschichte, o.a.)
- Instabile Erkrankungen (beispielsweise Asthma, Diabetes o.ä.)
- Hals-, Nasen- oder Ohrenprobleme: wie ein perforiertes Trommelfell, eine Mittelohrentzündung, starker Schnupfen, Nebenhöhlenentzündun
- Schwindelzustände und bei Krankheiten, die zu Störungen des Bewusstseins führen können (wie Epilepsien, Multiple Sklerose, Innenohrschäden o.ä. )
- Psychiatrische Erkrankungen (Depressionen, Verhaltensstörungen)
Medikamente und Tauchen
Die regelmässige Einnahme von Malariaprophylaxe ist mit dem Tauchen vereinbar, sofern das entsprechende Präparat keine problematischen Nebeneffekte verursacht. Beruhigungsmittel, Schlaftabletten, starke Schmerzmittel und Medikamente, die zu einer Verlangsamung des Reaktionsvermögens führen können, vertragen sich mit dem Tauchsport jedoch keinesfalls.
Tauchtauglichkeitszeugnis
Praktisch jede vertrauenswürdige Tauchbasis verlangt ein Tauchtauglichkeitszeugnis. In der Regel kann dieses vom Hausarzt ausgestellt werden. Eine eingehende ärztliche Untersuchung ist für jeden angehenden Taucher vor dem ersten Tauchgang (vor allem Lungenfunktion, Kreislauf, Augen, Ohren, Nase, Hals) obligatorisch.
Informieren Sie sich über:
Evakuierungsmöglichkeiten, Zentren mit Überdruckkammern und Möglichkeiten der Sauerstofftherapie (100%) am Tauchplatz. Bei jedem Tauchgang Notfallnummern und Sauerstoffbezugsquelle immer präsent haben.
Tauchschulung
Schulungstauchgänge sind für den Anfänger unerlässlich. Auch Wiedereinsteiger müssen sich mit einem lokal erfahrenen Tauchlehrer vor Ort bezüglich der lokalen Gegebenheiten wie Gezeitenwechsel, Strömungen, spezielle Fauna und Flora orientieren. Dank solcher begleiteten Tauchgänge gewöhnt man sich in Ruhe und ohne Stress an die besonderen Verhältnisse unter Wasser. Wenden Sie sich an eine gute Tauchschule mit hochwertigen Ausrüstungen in gutem Zustand. Achten Sie darauf, dass Ihre Tauchlehrer ein international anerkanntes Zertifikat besitzen.
Während des Tauchens
Unterkühlung vermeiden
Wasser ist ein sehr guter Wärmeleiter. Auch in warmen Gewässern kann eine starke Unterkühlung auftreten. Ein Tauchanzug hilft, die Wärme zu isolieren, und bietet gewissen Schutz vor giftigen Pflanzen, Tieren oder scharfen Gegenständen (Korallenriffe o.a.).
Druckausgleich
Schon auf zehn Metern Tauchtiefe ist der Umgebungsdruck rund doppelt so hoch wie an der Oberfläche. Dieser Druck nimmt entsprechend der zunehmenden Tauchtiefe kontinuierlich zu (pro 10 Meter 1 bar). Zwar nimmt der Taucher den durch das Gewicht des Wassers auf ihn ausgeübten Druck nicht direkt wahr, die Druckunterschiede wirken sich aber insbesondere auf die luftgefüllten Hohlräume des Körpers aus. Ein ständiger Druckausgleich ist insofern während des Ab- und Aufstiegs (Zu- und Abnahme des Drucks) unerlässlich.
Ein mangelhafter Druckausgleich kann zu einem Barotrauma (Schädigungen durch Unterdruck) führen. Beim Abtauchen ist der Druckausgleich insbesondere für die Ohren wichtig. Sonst kann im Mittelohr ein Unterdruck entstehen, wodurch das Trommelfell nach innen gezogen wird und unter Umständen reissen kann. Beim Auftauchen ist es wichtig, nicht den Atem anzuhalten, denn die Luft in den Atemwegen und der Lunge dehnt sich beim Auftauchen aus, was zu Rissen im Gewebe führen kann.
Gerade das Aufsteigen Richtung Wasseroberfläche darf nicht unkontrolliert geschehen. Entsprechend der Dauer und Tiefe des durchgeführten Tauchganges sind sog. Dekompressionsstufen absolut einzuhalten. Wer sich nicht daran hält, begibt sich in Lebensgefahr. Sie finden die Werte für die Dekompressionsstufen in Tauchlisten oder auf Ihrem Tauchcomputer. Dieses Verhalten erlaubt es, das in den Geweben gelöste Gas zu eliminieren. Ein zu schnelles Auftauchen kann auf Grund der Bildung von Stickstoffbläschen das Gewebe schädigen und den sog. Dekompressionsunfall verursachen. Dieser äussert sich hauptsächlich im Bereich der Haut, der Gelenke, des Rückenmarks und Innenohrs.
Im Falle von Problemen unter Wasser
Bleiben Sie möglichst ruhig und versuchen Sie, nicht in Panik zu geraten, damit Sie nicht zu schnell an die Wasseroberfläche aufsteigen. Erbitten Sie die Hilfe Ihrer Tauchbegleitung und folgen Sie den Ratschlägen der Tauchlehrer, die sich mit den lokalen Gegebenheiten am besten auskennen.
Vorsicht vor Risiken, die mit der Tauchtiefe zusammenhängen
Stickstoff hat eine narkotisierende Wirkung, wenn man ihn mit einem hohen Gasdruck einatmet, wie es in grosser Tiefe der Fall ist (Tiefenrausch). Dies kann zu unsinnigem und sogar gefährlichem Verhalten führen. Das Risiko für diese Komplikation wächst deutlich ab einer Tauchtiefe von mehr als 30 m.
Sicherheitsregel
- Tauchen Sie nie alleine
- Wenn Sie sich nicht gut fühlen, verzichten Sie auf den Tauchgang
- Tauchen Sie nicht nach Genuss von Alkohol oder nach der Einnahme von Beruhigungsmitteln, Drogen und anderen die Psyche verändernden Stoffen und Medikamenten.
- Tauchen Sie nur bis maximal 30 m (Anfänger nur bis 20 m)
- Tauchen Sie nicht häufiger, als zweimal pro 24 Stunden
- Warten Sie nach dem Tauchen mindestens 12 Stunden vor einem Aufstieg auf > 200m (z.B. Bergwanderung)
- Fliegen Sie frühestens 24 Stunden nach dem letzten Tauchgang
Bei Krankheit oder Unfall
Wenn Sie bezüglich Ihres Gesundheitszustandes unsicher sind, konsultieren Sie sofort einen Arzt, insbesondere, wenn die Beschwerden in Folge eines Tauchgangs aufgetreten sind. Ohrenschmerzen können Zeichen eines Barotraumas oder einer Mittelohrentzündung sein. Beides erfordert eine medizinische Behandlung und eine Unterbrechung der Tauchaktivitäat.
Ohrenentzündung (Swimmer's ear; Otitis externa)
Vor allem in tropischem Klima, bei starkem Schwitzen und bei dauernder Wasserexposition kann die Oberfläche der Haut im Gehörgang porös werden, so dass Bakterien in tiefere Hautschichten eindringen und dadurch zu einer Entzündung im Bereich des Ohres führen können. Zur Behandlung können entzündungshemmende oder antibiotisch wirksame Ohrentropfen indiziert sein. Um solchen Infektionen vorzubeugen, ist auf Ohrreinigung mit Wattestäbchen, die zu kleinen Verletzungen führen können zu verzichten. Spülen Sie die Gehörgänge nach jedem Tauchgang unter der Dusche mit sauberem Wasser. Bei Tauchern, die eine besondere Neigung zu solchen Entzündungen haben, ist zudem eine Prophylaxe zu empfehlen. Eine Woche vor Abreise soll eine Behandlung mit Wasser-Essig-Tropfen begonnen werden. Eine solche Lösung kann selbst hergestellt werden. Ein Pipettenfläschchen ist in der Apotheke erhältlich. Es wird zur Hälfte mit Leitungswasser und zur Hälfte mit Obstessig (kein Wein- oder Kräuteressig!) gefüllt. Abends werden drei Tropfen dieser Flüssigkeit in jeden Gehörgang geträufelt. Diese Prophylaxe wird während der Tauchferien weitergeführt.
Wann müssen Sie einen Tauchunfall annehmen
Die Symptome eines Tauchunfalls können während des Tauchgangs oder auch danach auftreten. Jede Veränderung des Gesundheitszustands oder des Verhaltens innerhalb von 24 Stunden nach einem Tauchgang muss, bis zum Beweis des Gegenteils, als Tauchunfall gewertet werden. Leitsymptome sind:
- Gelenk- oder Muskelschmerzen, Juckreiz der Haut, urtikarielle Veränderungen (meist gerötete, juckende Hautschwellungen)
- Neurologische Auffälligkeiten: Sensibilitätsstörungen oder Ameisenlaufen, Lähmungserscheinungen oder Schwäche, Gangschwierigkeiten und Gleichgewichtsstörungen, Schwierigkeiten beim Wasserlassen oder bei der Defäkation, Schwindel, Übelkeit und Erbrechen, Störungen der Sprache oder des Sehvermögens, Verwirrungszustände, Krämpfe, Ohnmacht oder Koma.
- Atemschwierigkeiten: Luftnot, Husten, blutiger Auswurf, Brustschmerz oder ein Erstickungsgefühl.
- Bauchschmerzen
Erste Hilfe: Kardiopulmonale Reanimation, wenn nötig. Wenn möglich 100% Sauerstoff zum Atmen. Einweisung in ein Druckkammerzentrum
Vor der Rückreise: Unterdruck im Flugzeug
Der in Passagierflugzeugen auf Reisehöhe eingestellte Kabinendruck entspricht etwa einer Höhe von 2000 bis 2500 Metern über Meer und damit einem relativen Unterdruck in Bezug auf den Druck auf Meeresniveau. Falls die Gewebe des Körpers nach vorangegangenen Tauchgängen noch mit Gas belastet sind, kann diese erneute Dekompression im Flugzeug zu einem Dekompressionsunfall führen. Deshalb ist strikte zu beachten:
36 Stunden vor dem Flug: keine Repetitivtauchgänge, keine Tauchgänge in grosse Tiefen
24 Stunden vor dem Flug: nicht mehr tauchen!
Weitergehende Information
Professional Association of Diving Instructors (PADI): http://www.padi.com
Confédération Mondiale des Activités Subquatiques (CMAS) ): http://www.cmas.ch
National Association of Underwater Instructors (NAWI): http://www.naui.com
DAN (DIVERS ALERT NETWORK): http://www.daneurope.org
Telefonische Auskunft bei Tauchnotfällen
Internationale DAN ALARM Zentren (NUR für Notfälle)
Region (DAN) Institution Telefon
DAN America Duke University Medical Center, NC, USA +1 919 684 4326 +1 919 684 8111
DAN Latin America DAN Latin America Hotline (Spanish and Portuguese) +1-919-684-9111
DAN South-East Asia-Pacific DES Australia, Royal Adelaide Hospital +61 (8) 8212 9242
DAN South-East Asia-Pacific DES New Zealand +64 (9) 445 8454
DAN South-East Asia-Pacific Singapore Naval Medicine & Hyperbaric Center +65 750 55 46
DAN South-East Asia-Pacific DAN SEAP Philippines +02 815 99 11
DAN Europe DAN Europe 24 hour hotline +39 039 605 7858
DAN Japan Tokyo University Medical Center +81 3 381 249 99
DAN Southern Africa Southern Africa 24 hour hotline +27 11 254 1112
Badespass und Wassersport sind besonders beliebte Ferienaktivitäten, die allerdings gewisse Risiken bergen können. Die Hauptgefahr sind Unfälle (Zusammenstösse zwischen Booten etc.), Unterkühlung und Ertrinken. Erkundigen Sie sich nach den lokalen Gegebenheiten (Wassertemperatur, Meeresströmungen, Gifttiere, Wettervorhersage). Der Wärmeverlust im Wasser ist wesentlich schneller, als in der Luft, und selbst gute Schwimmer können sich in kaltem Wasser schnell in Schwierigkeiten befinden. Seien Sie mit Kindern am Ufer wachsam, insbesondere, wenn sie jünger, als 5 Jahre sind, denn dann ist die Gefahr von Ertrinkungs- Unfällen besonders hoch. Nehmen Sie auf Bootsfahrten immer einen Rettungsring und Schwimmwesten mit.
- Vermeiden Sie, alleine zu Baden, oder Bootsfahrten zu unternehmen
- Nehmen Sie sich vor Unterkühlung in Acht. Wagen Sie sich nur für kurze Zeit ins kalte Wasser. Man kühlt im kalten Wasser ausgesprochen schnell aus, das kann Krämpfe und einen Orientierungsverlust zur Folge haben. Ein solcher Zustand der Unterkühlung kann auch bis zum Bewusstseinsverlust oder einem Herzstillstand führen. In sehr kaltem Wasser können auch gute Schwimmer in kurzer Zeit ertrinken. Tauchen Sie immer langsam und schrittweise in das Wasser ein, um eine gewisse Anpassung an die Temperatur zu erlauben.
- Strömungen und Gezeiten:
Informieren Sie sich über die Gegebenheiten vor Ort und baden Sie nur in überwachten Uferabschnitten. Wenn Sie in eine Strömung geraten, versuchen Sie nicht, dagegen anzuschwimmen: Sie riskieren sich zu erschöpfen. Beim Schwimmen in Flüssen, schwimmen Sie diagonal, um weiter flussabwärts ans Ufer zu gelangen. Im Meer sollten Sie dagegen eher parallel zum Ufer schwimmen, um möglichst eine Schwimmbahn, ohne Strömung zu finden. Bleiben Sie auf Luftmatratzen und Schlauchbooten wachsam, damit Sie nicht zu weit vom Ufer abgetrieben werden.
- Kinder: beaufsichtigen Sie Kinder immer im Wasser und auf Booten. Wenn Ihre Kinder nicht schwimmen können versperren Sie Türen Ihres Hotelzimmers, die einen Zugang zum Strand oder zu einem Swimmingpool erlauben. Aufblasbare Schwimmflügel und Badekleidung mit Styroporschwimmern stellen einen gewissen Schutz dar, ersetzen aber keineswegs eine dauerhafte Aufsicht. Beaufsichtigen Sie auch grössere Kinder, wenn keine Bademeister oder Rettungsschwimmer anwesend sind. Bei Ihnen ist das Risiko für Unfälle durch ausgelassene Spiele (Springen auf andere Kinder, Untertauchen, Wasserbombe etc.) grösser.
- Seien Sie vorsichtig bei Kopfsprüngen, bewegtes Wasser könnte Felsen oder andere Schwimmer verbergen und ist unter Umständen weniger tief, als es erscheint.
- Tragen Sie auf dem Meer eine Schwimmweste, insbesondere auf kleinen Booten und bei Bootsfahrten im kalten Wasser.
- Schützen Sie sich am Meer vor der Sonne (Verstärkung der Strahlung): Nutzen Sie Sonnencréme mit einem hohen Lichtschutzfaktor, die ausserdem wasserfest ist.
- Seien Sie vernünftig nach einem opulenten Mahl oder einem längeren Sonnenbad. Tauchen Sie schrittweise in das Wasser ein, und verlassen Sie es sofort bei Anzeichen von Unwohlsein oder Krämpfen. Vermeiden Sie den Alkoholgenuss vor dem Baden.
- Gefährliche Meerestiere: Informieren Sie sich über das Vorkommen gefährlicher Tiere in der Region und die nötigen Vorsichtsmassnahmen. Plastiksandalen oder Schwimmflossen schützen Ihre Füsse vor Stacheln von Seeigeln, kaputten scharfkantigen Muscheln oder Glasscherben. Schwimm- oder Taucherbrillen erleichtern es, Quallen und anderen giftigen Meerestieren auszuweichen.
Falls Sie im Wasser in Schwierigkeiten kommen
Stürze ins kalte Wasser:
Konzentrieren Sie sich darauf, möglichst schnell zu einem Boot oder ans Ufer zu kommen. Behalten Sie Ihre Kleidung zunächst an, denn sie kann ein bisschen Wärme zurückhalten. Entledigen Sie sich aber unbedingt Ihrer Schuhe und anderer schwerer Dinge wie beispielsweise Taschen. Es ist wichtig, dass Sie ruhig bleiben. Versucht ein anderer Schwimmer, Sie zu retten, krallen Sie sich möglichst nicht an Ihm fest, damit Sie nicht beide ertrinken. Drehen Sie sich auf den Rücken und folgen den Anweisungen Ihres Retters.
Versuchen Sie durch Zeichen, Aufmerksamkeit auf sich zu lenken: Heben Sie einen Arm und machen ausladende Bewegungen von links nach rechts. Ermüden Sie sich nicht durch Schreien und wildes Gestikulieren.
Um jemanden zu retten: Werfen Sie sich nicht heldenhaft ins Wasser, wenn es auch eine andere Alternative gibt. Es ist besser, ein Boot, eine Rettungsstange oder -leine zur Rettung einzusetzen. Wenn Sie schwimmen müssen, nehmen Sie eine Schwimmweste, einen Rettungsring, eine Rettungs- oder Wäscheleineleine, um die gefährdete Person zu sichern.
Krämpfe: Hören Sie auf zu schwimmen, drehen sich auf den Rücken, um sich auf dem Wasser treiben zu lassen, und die betroffene Extremität zu entspannen. Bei Krämpfen in der Wade oder dem Oberschenkel, strecken Sie das Bein, ziehen den Fuss zu sich und massieren den schmerzenden Muskel. Krämpfe treten häufiger im kalten Wasser bei intensiver oder lang dauernder Anstrengung auf. Sie sind ein Alarmsignal, das Sie nicht ignorieren sollten.
Erste Hilfe bei Ertrinkungsunfällen
Versuchen Sie immer, Ertrinkungsopfer wiederzubeleben. Oft ist sehr kaltes Wasser eine Komponente, die bei solchen Unfällen eine Rolle spielt. Es schützt allerdings Herz und Gehirn, so dass das Opfer gute Überlebenschancen hat. Schicken Sie einen der Umherstehenden los, um schnell wie möglich professionelle Hilfe zu holen. Ein Erste Hilfe Kurs bei dem man Techniken zur Wiederbelebung lernt kann sehr hilfreich sein, insbesondere vor einer langen Reise oder einer Schiffsfahrt auf dem Meer.
Sportliche Aktivitäten können zu Stürzen und Verletzungen wie Verstauchungen oder Brüchen etc. führen. Faktoren, die solche Unfälle begünstigen sind Müdigkeit, Trainingsmangel, unzureichende Ausrüstung oder schlechte Umgebungsbedingungen, wie glatte Wege, Eis, Hitze etc. Im Zweifel ist es immer besser wegen eventueller Behandlungen oder weiterführender Abklärungen (beispielsweise Röntgenbilder zum Frakturausschluss o. ä.) einen Arzt zu konsultieren. Es folgen einige generelle Empfehlungen.
Vorbeugung
- Wärmen Sie Ihre Muskulatur vor körperlicher Anstrengung auf und machen unter Umständen Dehnungs-Übungen (je nach geplanter Aktivität).
- Benutzen Sie geeignete Ausrüstung, die Ihrem Körperbau entspricht, insbesondere angepasste, eingelaufene Schuhe sind wichtig.
- Machen Sie bei Zeiten eine Pause, bevor Sie richtig müde werden, und berücksichtigen Sie Ihre körperlichen Grenzen. Die meisten Unfälle geschehen gegen Abend, gegen Ende der Unternehmung (beispielsweise bei der letzten Abfahrt mit den Ski) oder im Rahmen einer sonst ungewohnten sportlichen Aktivität.
- Achten Sie darauf ausreichend zu trinken, insbesondere, wenn es heiss ist oder Sie schweisstreibende Anstrengungen unternehmen. Schützen Sie sich vor der Sonne (mit Sonnencrème, -brille und -hut). Meiden Sie die heissesten Tageszeiten (Vorsicht, es besteht die Gefahr eines Sonnenstichs).
- Seien Sie Vorsichtig mit Medikamenten, die das Reaktionsvermögen beeinträchtigen, zu Schläfrigkeit oder Schwindel führen.
Verstauchungen, Zerrungen von Bändern oder Muskeln: was tun?
- Stellen Sie die betroffene Extremität ruhig: belasten Sie die betroffene Extremität nicht, halten Sie sie ruhig und entspannt, und legen Sie sie leicht hoch
- Kühlen Sie die betroffene Stelle so schnell wie möglich mit Eis, einem Cool Pack (eingewickelt in einem dünnen Tuch oder beispielsweise in einer Socke) oder mit kaltem Wasser
- Komprimieren Sie die betroffene Stelle leicht mit einem Tape Verband oder einer mässig straffen elastischen Binde die weder zu satt noch zu leicht gebunden ist.
- Konsultieren Sie einen Arzt
Zeichen für eine schwerere Verletzung sind: ein Knacken oder ein knirschendes Gefühl, Unwohlsein zum Verletzungszeitpunkt (insbesondere Erbrechen), schnelle Schwellung oder Verfärbung.
Wenn Sie eine bekannte Blutungsneigung haben, oder das Blut verdünnende Medikamente wie beispielsweise Aspirin® oder Marcumar® einnehmen, sollten Sie sofort einen Arzt aufsuchen, um eventuelle Einblutungen auszuschliessen, die nicht immer sofort sichtbar.
Ermüdungsbrüche
Im Rahmen langer Fussmärsche beispielsweise können sogenannte Ermüdungsbrüche auftreten, die auf wiederholte Stosswirkung auf die Ferse oder die Füsse (seltener auf Höhe der Beine) zurückzuführen sind. Sie sollten in Betracht gezogen werden, wenn während oder nach längerem Fussmarsch Schmerzen auftreten. Diese Frakturen werden nicht notwendigerweise mit einem Gips behandelt, aber die Extremität sollte je nach Verlauf 2-6 Wochen entlastet und ruhig gestellt werden. Zur Vermeidung, gewöhnen Sie sich langsam an längere Märsche, tragen Sie Schuhe mit guten Sohlen und vermeiden Sie, einen zu schweren Rucksack zu tragen.
Wunden und Schnitte
- Waschen Sie die Wunde gründlich und desinfizieren Sie
- Konsultieren Sie einen Arzt, falls es sich um eine tiefe Wunde handelt, das Risiko einer Schädigung von Bändern oder Nerven besteht, oder das Gesicht betroffen ist. Unter Umständen muss die Wunde in der Tiefe gereinigt oder genäht werden, bedarf eines abschliessenden Verbandes oder einer Versorgung mit Pflastern, wie beispielsweise Steristrips®
- Stellen Sie sicher, dass Ihre Impfungen gegen Tetanus aktualisiert sind (alle 20 Jahre auffrischen) sogar, falls es sich nur um eine Schürfwunde handelt
- Bei Wunden an den Füssen müssen Fremdkörper ausgeschlossen oder entfernt werden (Glas, kleine Steinchen oder Stacheln)
Blasen
Blasen entstehen durch wiederholte Reibung an der Haut (beispielsweise an den Händen beim Tennis oder and den Füssen beim Laufen) und können in der Regel durch eine geeignete Ausrüstung vermieden werden:
- Schuhe ohne dicke Nähte, kurze Nägel
- Angenehm zu tragende, eingelaufenen Schuhe in der passenden Grösse (eine halbe Nummer grösser, als nötig)
- Pflaster an anfälligen Stellen, um die Haut vor dem Auftreten von Blasen vor Reibung zu schützen
- Der Durchmesser des Griffs von Tennisschlägern angepasst an die Grösse der Hand
- Den Rucksack individuell einstellen
Wenn die Haut intakt ist, reissen Sie die Blase nicht auf! Die Haut ist eine natürliche Barriere gegen Infektionen. Wenn es für Sie angenehmer ist, können Sie mit einer sterilen Nadel in die Blase stechen, um sie zu entleeren, und dann die Haut mit einem sterilen Pflaster abdecken. Wenn die Blase bereits aufgerissen ist, können Sie die Hautfetzen mit einer kleinen Schere entfernen und die Wunde sorgfältig desinfizieren. Ein Blasenpflaster aus Kolloidgel vermittelt eine grössere Erleichterung, als herkömmliche Pflaster.
Auch Vorsicht, Impfungen und Medikamente können manchmal nicht verhindern, dass Sie ein Unfall oder eine Krankheit überraschen. Stecken Sie in so einer Situation, dann suchen Sie Hilfe vor Ort: bei einem Arzt oder im Krankenhaus. Wenn nötig, wird Sie Ihr Arzt zuhause nach Ihrer Rückkehr weiterbehandeln. Kann Ihnen lokal niemand helfen, dann fordern Sie in der Schweiz Hilfe an.
Falls Sie plötzlich krank werden und besonders wenn Sie eine Tropenkrankheit (Durchfall, Malaria, Hautinfektion etc...) vermuten, können Sie sich an eine Reisemedizinklinik wenden. Bei Unfällen, akuten Erkrankungen oder plötzlicher Verschlechterung eines bestehenden Leidens im Ausland, wenn an Ort keine ausreichende Behandlung möglich ist, können Sie aus der Schweiz Hilfe anforden. (z.B. bei der Rettungsflugwacht REGA).
Beratung oder Hilfe erhalten Sie durch die REGA unter folgenden Telefon Nummern:
Inland: 14 14
Ausland: ++ 41 333 333 333
Telefax: 0041 1 654 35 90
Website: http://www.rega.ch
E-mail: ops@rega.ch
Einige Versicherungen werden Ihnen für den Notfall eine andere Alarmnummer angeben, die dann direkt zu wählen wäre. Aufgrund Ihrer Angaben zur Situation entscheiden Einsatzleiter und der Arzt über notwendige Massnahmen, über einen Transport, den optimalen Zeitpunkt dafür und die Art des Transportmittels.
- Organisation von Patienten-Rückführungen in ein Zielspital in der Schweiz.
- Transport und Einweisung des Patienten in die nächste Spezialklinik im Ausland.
- Hilfe bei Sprachproblemen und Kontaktaufnahme mit dem behandelnden Arzt im Ausland.
- Beratung bei Problemen mit Medikamenten und Angabe von Ersatzmedikamenten.
- Wenn nötig stehen Ambulanzflugzeuge bereit, die für die Intensivpflege von Patienten ausgerüstet sind.
Erlaubt es der Zustand des Patienten, reist er an Bord einer Linienmaschine in die Schweiz zurück, selbstverständlich auch dort betreut von einem medizinischen Team.